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Shibori: Batik-Muster zum selbst färben

Viele (Mode-)Trends erleben ja ein Survival. Genau das passiert auch schon seit einer Weile mit der Batikoptik. Sie war vor Jahren mal der Renner in und sie ist heute wieder. Zurecht! Denn diese einzigartigen Muster machen aus einem Stoff eine echte Schönheit.

Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Wenn von Batik die Rede ist, denken wir doch alle sofort an wilde Muster, die vor allem in den 70ern und 90ern total angesagt waren. Und wie das eben mit Modetrends so ist: Irgendwann kommen sie alle zurück. Oft mit kleinen Veränderungen und trotzdem eindeutig wiedererkennbar.

Der Klassiker unter den Batik-Mustern ist ein Kreis und wie alle diese Muster entsteht er durch das Abbinden und anschließende Färben des Stoffes.

Shibori: Japanische Färbetechnik

Ich möchte dir in diesem Blogbeitrag eine Anleitung aus dem Buch „Shibori: Traditionelles Färben neu interpretiert“ vorstellen. Autorin Chrstiane Hübner zeigt die verschiedensten Muster und wie sie entstehen. Übrigens: Shibori heißt übersetzt „auspressen“ oder „auswringen“ und ist eine japanische Art mit der Hand zu färben, eben ganz ähnlich wie der Batik-Technik.

Ein Stoff wird gebunden, gewickelt, gefaltet, gepresst und manchmal sogar genäht, so dass eben an einige Stellen keine Farbe gelangt. Das Ergebnis: wunderschöne und unfassbar vielseitige Muster wie Kreise, Vielecke, Karos, Blumen oder Streifen.

In Japan haben arme Leute schon im 6. Jahrhundert diese Technik dazu genutzt, um alte Kleidung aufzupeppen. Sie haben durch das Färben einfach neue Muster auf ihre Klamotten gezaubert. Später hat man dann Kimonos mit der Shibori-Technik gefärbt. Heute wiederum werden nicht nur Klamotten, sondern auch Möbel und Papier mit diesen geometrischen Mustern verziert.

Batik Anleitung mit Bildern

Für dieses coole Streifen-Muster, das den exotischen Namen sutiraipu shibori trägt, brauchst du total wenig Material und vielleicht noch eine Prise Geduld. Aber die Anleitung in Bildern zeigt zum Glück total genau, wie du den Stoff bearbeiten musst.

Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Material

  • Leichte Baumwolle
  • Schnur
  • Bügeleisen
Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben
Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Den Stoff in schmaler Faltung zickzackartig in Längsrichtung  bügeln (Bild 1-4)

Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben
Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Den Stoffstrang aufrollen (Bild 5 – 8) 

Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Mit einer Schnur zusammenbinden (Bild 9 + 10). Die Schnur fest verknoten und abschneiden

Shibori: Traditionelles Färben neu interpretiert (Christiane Hübner)

Credit: Jean-Marie Engel / Verlag Freies Geistesleben

Ob Platzsets, ein Schal oder sogar Bettwäsche – mit Shibori lassen sich wirklich aus allen Stoffen und Projekten herrliche Unikate herstellen. Dank der Schritt-für-Schritt-Anleitungen und der ausführlichen Bebilderung in dem Buch von Christiane Hübner kann wirklich jeder das Falten, Knicken und Wickeln total gut nachvollziehen. Mich juckt es jedenfalls in den Fingern und ich muss mich jetzt nur noch entscheiden, auf welchem Projekt ich diese zauberhaften Streifen verewige.

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