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Handlettering meets Illustration oder: Mein erster Ausflug ins Aquarell-Reich

Handlettering meets Watercaler
© EMF/Tanja Pöltl

Wunderbar erklärt und zwar anhand großartige Projekte und einfach bezaubernd – in das DIY Buch „Handlettering meets Illustration“ von Tanja Pöltl habe ich mich schock-verliebt.

Ganz klar: Hätte mir jemand gesagt, dass ich noch einmal freiwillig zu Wasser, Pinsel und Farbe greife, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Meine Kunstlehrerin war nämlich nur mäßig von meinem Talent begeistert und lief irgendwann nur noch seufzend an mir und meinen Werken vorbei. Aber ich habe Dank „Handlettering meets Illustration“ mein Trauma von damals überwunden.

Mit den wichtigsten Basics zu Handlettering und Watercolor, super schönen Projekten und dazugehörigen Schritt für Schritt Anleitungen zeigt Tanja Pöltl wie sogar eine Zeichen-Niete wie ich zu einem respektablen Ergebnis kommt. Besonders angetan hat es mir der Saisonkalender. Deswegen gibt’s hier auch die ausgiebige Anleitung!

Saisonkalender selbstgemacht!

© EMF/Tanja Pöltl

Als dekorativen (und hilfreichen) Hingucker in der Küche oder im Essbereich kannst du deinen eigenen Saisonkalender im Posterformat kreieren und aufhängen.

  • Aquarellpapoer (größeres Papoerformat, z.B. A3)
  • Aquarellfarbe
  • Aquarellpinsel
  • Pigementliner
  • Gelstift

Dein persönlicher Saisonkalender

  • Beginne mit dem Schriftzug „Saisonkalender“ (mit oder ohne Zeilenumbruch – je nach Letteringstil). Du kannst dieses Lettering mit Pinsel und Aquarellfarbe umsetzen oder alternativ auch zu einem Brush Pen deiner Wahl greifen. Platziere das Lettering ungefähr in der Mitte des Papierformats.
  • Nun schreibe alle Früchte auf einem anderen Blatt Papier auf, die du in deinen Saisonkalender integrieren möchtest. Ich habe meinen Saisonkalender so konzipiert, dass man diesen von links oben im Uhrzeigersinn „lesen“ kann: Frühling, Sommer, Herbst, Winter.

TIPP: Kategorisiere deine ausgewählten Früchte vorab nach Jahreszeiten – so entwickelst du ein Gefühl, wie viele Früchte wo auf deinem Poster ungefähr Platz finden sollen.

  • Mische dir nun mit den ausgewählten Früchten im Hinterkopf wieder deine individuelle Farbpalette an und mache ein paar Illustrationsentwürfe auf einem anderen Blatt Papier, bevor du mit dem Illustrieren direkt auf deinem Saisonkalender loslegst. Denke daran, kleine Elemente, wie z. B. abstrakte Muster, die du auch schon in anderen Projekten verwendet hast, auch in deine Frucht-Entwürfe zu integrieren. So hat dein Werk noch mehr Wiedererkennungswert, und du kannst so weiterhin an deinem „eigenen Stil“, deiner Art der Darstellung, arbeiten und feilen.

TIPP: Denke beim Illustrieren der Früchte eher zweidimensional als dreidimensional. Je reduzierter, abstrakter und einfacher du deine ausgewählten Früchte darstellst, desto mehr Freiheit hast du meines Erachtens, sie auf deine Art und Weise zu interpretieren.

© EMF/Tanja Pöltl
  • Illustriere möglichst Freihand, die ersten Früchte auf dein Poster. Wenn eine Frucht fertig ist, schließt du mit der nächsten an. Manche der Früchte können natürlich auch mehrmals auf deinem Poster vorkommen, wenn diese z. B. ganzjährig gedeihen. So kannst du beispielsweise eine Orange, eine Limette, eine Melone, Holunderbeeren und Hagebutten Schritt für Schritt illustrieren.
  • Du kannst zum Schluss alle Früchte noch mit einem beschriftenden Lettering versehen und einen Rahmen mit Aquarellfarbe rundherum ziehen, um deinem Werk eine Art Begrenzung zu geben, die all deine Früchte optisch „zusammenhält“.

TIPP: Wie wär’s zusätzlich mit einem Gemüse-Saisonkalender?

Und hier ist es: Handlettering meets Illustration“. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gern mit Farben arbeitet und Handlettering ebenso liebt wie ich, nämlich sehr. Aber eigentlich wird jeder happy mit dem Buch, der nicht unbedingt künstlerisch hochbegabt ist. Denn auch schon mit einfachen Zeichnungen gibt’s tolle Ergebnisse – versprochen! Wer jetzt ähnlich schock-verliebt ist wie ich, einmal hier entlang…

„Handlettering meets Illustration“ von Tanja Pöltl

© EMF/Tanja Pöltl

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